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| Allround-Parcours eröffnet |
Die Saarbrücker Zeitung schrieb am Montag , 15. Oktober 2001 in Ausgabe Nr. 239:
Zur Eröffnung des neuen Freizeitrundwegs fand ein Halbmarathon-Staffel Lauf statt
Biker, Inline-Skater, Spaziergänger, Jogger – Landrat Franz Josef Schumann dachte bei der Eröffnung des Freizeitrundweges bereits über Verkehrsregelung nach.
St.Wendel (be).“Wenn wir hier vor dem Schneefall den Asphalt noch mal fegen, reichen zehn Zentimeter bestimmt schon für Langlauf“. Thomas Wüst, Anhänger von Bewegungssportarten und ansonsten Leiter des St.Wendeler Amtes für Stadtmarketing, machte sich schon einmal Gedanken über den Schnee von morgen und eine mögliche weitere Nutzung des soeben eröffneten Freizeitrundweges auf dem Gelände des ehemaligen französischen Truppenübungsplatzes. Aber ein wirklich goldenes Oktoberwochenende mit fast sommerlichen Temperaturen blockierte fürs Erste einmal weiteres Nachdenken dieser Art.
Denn zunächst wollten die Gäste in Scharen den frischen Parcours in seinem aktuellen Zustand in Besitz nehmen: Als ganz normale Spaziergänger, als Biker, als Skater.
Der Andrang war schon groß und Landrat Franz Josef Schuman dachte bereits in seiner Eröffnungsrede halblaut über mögliche „Verkehrsregelungen“ nach, damit sich Skater, Läufer
und Biker nicht so sehr in die Quere kommen. Klaus Bouillon dagegen will auf gegenseitige Rücksichtsnahme der Nutzer setzen. Dabei können die Biker einem drohenden Konflikt noch am ehesten aus dem Weg fahren. Ihr Metier ist ohnehin nicht die Asphaltpiste, sondern die auf dem Ex-Truppenübungsplatz, herausmodellierten Geländestrecke. Hier kann man es auf einer kurzen Distanz unter dem Motto „ Von nun an ging`s bergab“ mit einem Mountain – Bike auch mal „downhill“ versuchen. Oder man erklimmt – mitsamt Rad natürlich – einen
zerklüfteten Hügel, der mit Felsbrocken bestückt ist. Hier ist die neue Heimat der St.Wendeler Anhänger des „Bike Trial“ die sich in den vergangenen beiden Jahren sowieso schon am liebsten dort bewegen, wo früher nur Panzer und schwere Geländewagen unterwegs waren. Die gesamte Strecke für die Läufer und Skater soll künftig bis um die Abendstunden um 23 Uhr ausgeleuchtet werden. Nach Ansicht des Bürgermeisters sind damit die Zeiten der Taschenlampen für Jogger vorbei.
Eine „Riesen Familienfete“ hatten sich die Veranstalter zur Eröffnung vorgestellt, und das wurde es auch. Und weil zur Familie auf dem bis vor zwei Jahren militärisch genutzten Gelände inzwischen auch etliche Privatunternehmen den ehemaligen Kasernengebäuden gehören, konnte sich die auch im Festzelt – ohne Standgebühr zahlen zu müssen – dem Publikum präsentieren. Von der eher bisschen größer wirkenden Schlosserei bis zur feinsten High – Tech in Lautsprechersystemen war das alles zu finden, was in diesem neu zu erschließenden Stadtteil eine feste bleibe gefunden hat. Zur Freude der Wendalinuspark GmbH. Der Stadt und des ebenfalls beteiligten Landkreises, denn inzwischen betragen die Privatinvestitionen auf dem Konversionsgelände etwa 35 Millionen Mark.
Da waren die Preise, die es gestern beim von den Lauftreff – Freunden Winterbach organisierten Halbmarathon – Staffellauf für Viererteams über die Distanz von jeweils 5,3 KM in vier Runden eher niedriger angesiedelt. Je nach Staffelart gab es Geldpreise von 300, 200 und 100 DM. Für die Verlierer der ersten sportlichen Wettkampf - Runde auf dem neuen Gelände war Dabeisein trotzdem noch nicht alles, denn mit der Teilnahme und der dazu gehörigen Startnummer erhielt man zumindest mal ein Gratis – Anrecht auf ein druckfrisches T – Shirt mit dem Wendalinuspark – Signet.
So sah man denn am Sonntagmorgen, kaum das sich der Nebel über dem Bliestal gelichtet hatte, nur freundlich gestimmte Freizeitsportler, die sich zu Hunderten auf dem Parcour tummelten. In die noch junge Geschichte des Freizeitrundweges konnte sich beim ersten Halbmarathon – Staffel- Lauf das Männerquartett von den Lauftreff – Freunden Marpingen eintragen. Reiner Müller als Schlussläufer des „schnellen Buwe“ kam schließlich als Erster über die Ziellinie gelaufen. Bürgermeister Klaus Bouillon, der vom Start am frühen Sonntag Morgen an auf der Strecke war, nahm später im Festzelt die Siegerehrung vor. Dort wurde das Publikum zunächst vom Musikverein Urweiler unterhalten und die hiesige Feuerwehr bot Mittagessen aus der Gulaschkanone an. So gestärkt ging es dann ins bunte Nachmittagsprogramm, wo für die gesamte Familie die verschiedensten Angebote zur Unterhaltung bereit gehalten wurden.
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| Dabei sein ist alles |
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Zur Einweihung des Freizeitrundwegs auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände in St. Wendel organisierten die Lauftreff-Freunde Winterbach einen Halbmarathon-Staffellauf. Ganze vier Runden zu je 5,3 Kilometern hatten die Viererteams beim Staffellauf am Sonntag morgen zu bewältigen.
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| Massenveranstaltung |
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Hunderte von Freizeitsportlern tummelten sich, sobald sich der Nebel aufgelöst hatte, auf dem Parcours. Reiner Müller vom Lauftreff Marpingen schaffte als Schlussläufer als erster die Ziellinie. Bürgermeister Klaus Bouillon nahm im Festzelt die Siegerehrung vor, wo der Musikverein Urweiler die Gäste unterhielt.
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| Festredner |
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Landrat Franz Josef Schumann, Bürgermeister Klaus Bouillon und Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi bei der Einweihung des neuen Freizeitrundwegs in St. Wendel (von links nach rechts)
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| Rekordbesuch- Pizza- Vertilger als Werbeträger |
Die Saarbrücker Zeitung schrieb am Dienstag , 15. Oktober 2001 in Ausgabe Nr. 240
Volksfest auf dem Freizeitrundweg am Sonntag: Viel Sport und tolle Unterhaltung für laut Polizeiaussage 10000 Besucher
Noch keine 24 Stunden eröffnet und schon Rekordbesuch: Etwa 10000 Menschen aus der Region- so die Schätzungen der St. Wendeler Polizei- sorgten am Sonntag dafür, dass es auf dem Freizeitrundweg so richtig rund ging. Keine Station auf dem weitläufigen Terrain, die sich nicht mit Leben füllte, kein Stand der nicht von Menschentrauben umringt war. Der auch für die Veranstalter in dieser Masse unerwartete Zuspruch sorgte dafür, dass irgendwann am Nachmittag an den Verpflegungsständen nichts mehr zu bekommen war.
Pizzas und Würste und natürlich auch die Verpflegung aus der Gulaschkanone gingen aus.
Eigentlich nicht so tragisch, da man auch nur noch schwerlich etwas zum Trinken dazu bekommen hätte. Entsprechend ihrem Umsatz waren die beteiligten Vereine natürlich glücklich und zufrieden mit dem Eröffnungsfest am Wochenende. Der goldenen Oktober ließ manchen Silberling in die Kassen wandern, aus denen die Vereine spätere andere Vorhaben und Aufgaben finanzieren. Außerordentlich froh über die gute Resonanz war man natürlich auch bei der Stadt St.Wendel . Thomas Wüst vom Amt für Stadtmarketing, der für die Organisation verantwortlich zeichnete, meinte: “Das war ein Super- Familienfest. Bei der Stadt sind wir einfach happy darüber, dass die Leute ihren Spass hatten.“
Das war auch das Wichtigste. Dabei hat das Fest mit den vielfältigen Möglichkeiten, einmal eine Art Schnuppertraining in einer Bewegungssportart zu absolvieren, sicherlich auch seinen eigentlichen Zweck erfüllt: Leute, die zum Fest kamen auch für eine dauerhafte sportliche Betätigung auf dem ehemaligen Kasernengelände um dem etwa fünf km langen Parcours zu gewinnen. Wüst: „Die Leute, denen es auf Anhieb gefallen hat, sind unsere besten Werbeträger.“
Dabei konnten die Besucher auch teilweise in Ansätzen schon erleben, was ihnen die Zukunft hier noch bringen wird, denn es gab auch eine kleine Golfübungsanlage, von der reger Gebrauch gemacht wurde. Spektakulärer in Szene setzen konnte man sich beim Fahrrad-Trial,
für das es jetzt beim Rundweg einen eigenen Übungshügel gibt. Selbstversuche konnte man auch im Nordic-Walking vornehmen, einer neuen Ausdauersportart, die in Finnland mehr Anhänger als Fußball und Formel-1-Rennen haben soll. Auch Skater, denen jetzt idealen Bahnen auf dem ehemaligen Kasernengelände geebnet sind, baten zum Reinschnuppern. Dazu boten Sportausrüster für die jeweiligen Sportarten die neusten Modelle – ob Fahrräder oder Laufschuhe. Die tun wohl auch schon denen gute Dienste, die das neu zu entdeckende Gebiet, das jahrzehnte lang nicht betreten werden durfte, zu Fuß erschließen möchten. Die „Stelzfüße“ boten hier die erste Wanderung am Sonntagmittag an.
Man braucht aber auch nicht unbedingt selbst etwas zu tun am Freizeitrundweg. Im riesigen Festzelt gab es ein buntes Unterhaltungsprogramm, das nach den Musikbeiträgen des Musikvereins Urweiler eher die Kinder ansprach. Der kindererprobte Edy Zauberfinger unterhielt und das Musiktheater Ene Mene mix mit Käptn Robby und die Kartoffelsalat-Piraten. Vielleicht hatten die ja auch die übrigen Lebensmittelvorräte auf dem Gewissen...
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| Rekordbesuch |
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10 000 Besucher strömten am Sonntag auf den Freizeitrundweg auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz und genossen nicht nur Wetter, sondern auch ein echtes Volksfest. Es gab viele verschiedene Sportarten zum Ausprobieren, viel Unterhaltung im Festzelt und natürlich den 5,3 Kilometer langen Rundweg.
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| Bahn frei für Biker und Jogger |
Die Saarbrücker Zeitung schrieb am Montag , 15. Oktober 2001 in Ausgabe Nr. 239:
Am Wochenende wurde in St.Wendel der fünf Kilometer lange Freizeitrundweg offiziell eröffnet
Ein weißer Fleck auf der Landkarte der Stadt St.Wendel ist getilgt: Auf dem Gelände des ehemaligen französischen Truppenübungsplatzes, den kaum je ein Zivilist in den vergangenen Jahrzehnten hatte betreten dürfen, ist ein etwa fünf Kilometer langer Freizeitrundweg entstanden. Er steht mit sämtlichen im Gelände modellierten Attraktionen in Zukunft allen Spaziergängern, Joggern, Walkern, Skatern und Bikern offen. Die Neugierde auf das neue Gelände ist immens, das zeigt schon die große Besucherschar, die sich am Wochenende zur offiziellen Eröffnung des Freizeitrundweges eingefunden hatte.
St.Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon sprach von einem exterritoriellen Gelände, das es nun für die Bürger zu erschließen gibt. Mit der Öffnung ist gleichzeitig auch der Startschuss gefallen für den neuen Fun- und Freizeitpark, den die Stadt zusammen mit dem Landkreis und der Wendalinuspark GmbH hier errichten wird. Bürgermeister Bouillon gab einen kleinen Ausblick und betonte, dass die Errichtung einer geplanten Multifunktionshalle für Sport, Freizeit und Messebetrieb nicht mehr lange auf sich warten lasse. Darüber hinaus nehme auch der Golfplatz auf dem ehemaligen Militärgelände – mit einer Anlage für die Öffentlichkeit – Gestalt an und die Familie Bruch sei dabei, ihr Projekt einer Reitanlage zu vollenden.
Der St.Wendeler Bürgermeister nahm die Aufzählung aller bereits abgeschlossenen und vor der Vollendung stehenden Maßnahmen zum Anlass, zu erwähnen, wie richtig man mit der Entscheidung gelegen habe, vor zwei Jahren schon vor dem Abzug der Franzosen den Grunderwerb vorzunehmen und die Planungen beginnen zu lassen. In den vergangenen zwei Jahren seien, so Bouillon, 22 Millionen Mark aus öffentlichen Kassen in das ehemalige Kasernengelände investiert worden. Wesentlich getragen werde diese Summe vom Land und dem Landkreis. Das Land steuerte in den vergangenen beiden Jahren allein zehn Millionen Mark bei. Diese Summe stockte der saarländische Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi (CDU) zur Eröffnung des Freizeitrundweges noch einmal auf. Er übergab Klaus Bouillon einen neuen Zuwendungsbescheid und erklärte, dass das Land um die Europäische Union die neue Maßnahme, die etwa drei Millionen Mark kostete, zu 70 Prozent fördern werde. 1,5 Millionen Mark fließen demnach von der Europäischen Union, 600000 Mark gibt das Land dazu. Georgi ist sich sicher, dass die neue Einrichtung den Freizeitwert steigern und damit den Tourismus im Saarland stärken werden. Bemerkenswert sei jetzt schon, dass der Weg von allen Generationen angenommen werde. Den künftigen Nutzern des Areals wünschte der Wirtschaftsminister viel Spaß und viel Freude – nicht ohne vorher darüber spekuliert zu haben, ob sich der Parcours im Winter vielleicht auch als Langlauf-Loipe eignet.
Auch Landrat Franz Josef Schumann hob in seiner Grußansprache das gelungene Beispiel für eine Konversion militärischen Terrains hervor: Man könne jetzt Spaß haben auf einem Gelände, das früher für die St. Wendeler tabu gewesen sei. Schumann bezeichnete den Bürgermeister als geistigen Vater des gesamten Vorhabens. Der Landrat kam auch auf die Rolle des Kreises als Förderer bei der Umwandlung des Geländes zu sprechen: „Nur dort, wo gute Dinge umgesetzt werden, können wir auch helfen“ – sprach er und schritt mit dem Wirtschaftsminister und dem Bürgermeister zur Durchschneidung des obligatorischen Eröffnungsbandes. Hanspeter Georgi mutmaßte, dass der Bürgermeister wirklich an jedes Detail denke. Wie weit die Konversion von militärischer zu ziviler Nutzung an der Welvert-Kaserne bereits gediehen ist, konnte man vielleicht an einer anderen Einzelheit ablesen: Oberst Zeisig, der Leiter des Bundeswehr – Instandsetzungswerkes und gleichzeitig Standortältester, nahm auch an der Eröffnungsfeier teil: in ziviler Freizeitkleidung.
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| Jungfernfahrt |
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Bereits kurz nach der Einweihung des neuen Freizeitrundwegs durch St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon, Landrat Franz Josef Schumann und Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi jagten die ersten Inline-Skater über den asphaltierten Weg, allen voran Carla Buchsteiner und Kurt Lallemand aus Nohfelden.
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