Luftaufnahmen Golfpark Stand: Juli-Aug. 2004


Ausschnitt Golfplatz; oben und oben rechts, bereits im Spielbetrieb: Driving Range und öffentl. 9-Loch-Platz

im Vordergrund Driving Range; Mitte links öffentl. 9-Loch-Platz

im Vordergrund Teile des 27-Loch-Meisterschaftsplatzes im Bau

Teil des Golfplatzes eröffnet
Foto: (c) Klaus Bouillon beim ersten Abschlag. Im Hintergrund Investor Hermann Weiland (links) und Kreisbeigeordneter Friedbert Becker. Foto: atb
Neue Generation Golf von sz-redakteur axel grysczyk
Der erste Bauabschnitt des St. Wendeler Golfplatzes ist fertig. Der Neun-Loch-Übungsplatz ist ab sofort bespielbar - und zwar von jedermann. Denn Golf ist ein Sport für die ganze Familie. Dafür setzt sich Golfpräsident Hermann Weiland ein.
St. Wendel. Hermann Weiland könnte als Vorzeigegolfer für den neuen St. Wendeler Golfplatz herhalten. "Ich habe Handicap 54 - und das schon seit acht Jahren", sagt der Präsident des neuen St. Wendeler Golfclubs und Investor der Sieben-Millionen-Euro-Anlage im Wendelinuspark. Denn in St. Wendel ist nicht der Vorzeigegolfer gefragt, sondern der Hobbysportler steht im Vordergrund. Bei der gestrigen Eröffnung des Neun-Loch-Übungsplatzes hat Weiland viel Wert auf seine Golf-Philosophie gelegt: Golf ist ein Sport für die ganze Familie.
Den Kampf gegen das Elitäre im Golf hat er sich auf die Fahnen geschrieben. Für 150 Euro im Monat kann man für drei Monate in St. Wendel Mitglied werden. Das beinhaltet: 500 Freibälle, vier Trainerstunden à 25 Minuten im Monat, einen halben Schlägersatz auf Leihbasis und regelmäßige Lehrabende. Danach legt der Neugolfer eine Prüfung ab, hat die Platzreife und kann überall spielen - auf den Weiland-Anlagen in Esslingen, Grünstadt und Biblis sogar kostenlos. Wer mal Abschläge auf der Driving-Range üben möchte, kann von Sonnenaufgang bis -untergang einfach vorbeikommen. Und wer mal ein paar Grüns auf der nun fertig gestellten Neun-Loch-Anlage spielen will, zahlt für den Schläger und eine Runde zehn Euro. Platzmanager Volker Niem: "Es gibt keine Aufnahmegebühr. Die kostet in Vorzeige-Clubs bei Berlin allein schon 20000 Euro." Und der für St. Wendel engagierte Golflehrer Clive Jenkins ergänzt: "Man kann nicht einfach auf dem Platz gehen und spielen. Aber ab sofort vorbeikommen und wir finden eine Lösung, dass jeder ein paar Bälle spielen kann." Und weil dieses Engagement für den Golfsport nicht alltäglich ist, ist auch Malcolm Gourd vom Deutschen Golfverband in St. Wendel vorbeigekommen und hat Investor Weiland einen Scheck über 70000 Euro überreicht. Golfsport für die Familie gehöre gefördert.
Doch Weiland bedient mit der Anlage natürlich nicht nur die Golfanfänger. Die an der Abschlags-Übungsstelle in der Nähe der alten Bunker und dem umgebauten Freizeitrundweg-Bistro versammelte Golf-Elite ist sich mit Weiland einig: Dieser Platz ist einer der schönsten in Deutschland. Weiland sagt sogar: "Es ist der schönste Platz in Deutschland." Diese Schönheit wird Golftouristen locken. Weiland: "Der Golfclub wird 600 Mitglieder haben. Weiter werden Golfspieler von überall herkommen. Allein in unseren Clubs sind 3000 Mitglieder organisiert." Golfanlagen-Bauer Weiland schwärmt: "Der liebe Gott hat mit dieser Landschaft den Grundstein für den Erfolg gelegt." Es sei die einzigartige Topografie, die natürlichen Bachläufe und der 300 Jahre alte Wald. "Würde so ein Platz einfach in die Landschaft gebaut, bräuchte man 100 Jahre, um ihn so aussehen zu lassen wie in St. Wendel."
St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon weiß um die Wichtigkeit des Golfplatzes für den Wendelinuspark. Worte wie "Durchbruch" und "Schlüsselprojekt" fallen. Das satte Grün ist für ihn Belohnung. "Mein Handicap ist 1480. Das sind meine Überstunden im vergangenen Jahr." Nicht nur der Neun-Loch-Kurzplatz konnte eingeweiht werden, sondern auch das von Intersport Weirich geführte Fachgeschäft mit Golfschlägerverleih, Nordic-Walking und Inline-Skating.
Zur Einweihung hat's auch den ersten Abschlag gegeben. Dabei hat Weiland den Golfball in den Sandbunker gesetzt. Ein historischer Schlag für St. Wendel.
Presseartikel der SZ v. 15./16. Mai 2004
Baufortschritt Golfplatz
Stand: April 2004
Weit fortgeschritten: Die überdachten Abschlagplätze der Driving Range, Pro Shop, Golfbüro und Bistro Erweiterung - diese Elemente des Golfparks und ebenso die Driving Range und der öffentliche 9-Loch-Platz, sollen bereits im Mai 2004 eröffnet werden.
Baufortschritt Golfplatz Gesamtübersicht

Stand: Oktober 2003
Baufortschritt Golfplatz Wasserteiche
Stand: Oktober 2003
Bild links: Kräftiger Schlag St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon übte bei der Vorstellung des Projektes schon einmal.

Erster Spatenschlag
Am Dienstag begannen die Arbeiten an der Golfanlage in St. Wendel. Golflehrer Thomas Biermann, Investor Hermann Weiland und Bürgermeister Klaus Bouillon (von links) nutzten Spaten zum Abschlag. Spätestens in drei Jahren werden 7,5 Millionen verbaut, 36 Loch bespielbar und 30 Arbeitsplätze geschaffen sein. Foto: ATB

Golfen, reiten, radeln, wandern - ein Park für alle
Wendelinus Golfpark St. Wendel - Erster Spatenstich und Vertragsunterzeichnung: Im Herbst werden die ersten Bälle fliegen
St. Wendel (ddt). Große öffentliche Parkanlagen bauen, das ist schon immer der Traum von Hermann Weiland. Diesen Traum will sich der promovierte Gartenarchitekt jetzt in St. Wendel verwirklichen. Weiland hat von der Wendalinuspark GmbH 140 Hektar des ehemaligen Panzerübungsgeländes der Franzosen gekauft. Und seit Dienstag wühlen sich wieder Ketten durch das Gelände, um Weilands Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Auch wenn das fertige Produkt Wendelinus Golfpark heißen wird, "das Ganze wird ein öffentlicher, für jedermann zugänglicher Park" betont Weiland ausdrücklich beim ersten Spatenstich, zu dem die Wendalinuspark und die Golfanlagen Weiland eingeladen hatten. Golfplatz und öffentlicher Park, das sind für Weiland keine Gegensätze sondern das sei eine Symbiose, also eine Verbindung von der beide Teile profitierten. Ohne das Geld, das durch das Golfspielen hereinkomme, könne ein Park in dieser Größenordnung heute gar nicht mehr finanziert werden, erklärt der Gartenarchitekt im Gespräch mit der "Saarbrücker Zeitung". Im Gegenzug könnten die Golfer ihr Spiel auf einem "wunderschönen Gelände" geniesen. Weiland ist sich sicher, dass sich auf dem großigen Gelände Golfer, Wanderer, Reiter oder Radfahrer nicht ins Gehege kommen werden.
"Wir waren beim Notar, das ist alles erledigt", erklärte Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU) beim Spatenstich und lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Investor. "Es stimmt was in der ,SZ" stand: Da haben sich zwei gesucht und gefunden". In den gesamten Verhandlungen habe das Motto gegolten: "Ein Mann, ein Wort." Als Bürgermeister freue ihn ganz besonders, dass mit dem Golfparkprojekt ein Gelände, das über 50 Jahre der Bevölkerung vorenthalten worden sei, jetzt wieder jedermann offen stehe. Dass das auch in Zukunft so bleibe, sei notariell festgelegt, betonte Weiland. Und weiter sei vereinbart, dass das Gelände, wenn der Golfpark nicht nach drei Jahren stehe, an die Wendalinus GmbH zurückfalle. Doch soweit werde es gar nicht kommen ist sich Weiland, der die Investitionssumme mit rund 7,5 Millionen Euro angibt, sicher. Der Investor rechnet mit einer Bauzeit von 21 Monaten und weiteren sechs Monaten bis Pflanzen und Rasen richtig eingewachsen sein werden. Doch schon vorher können in St. Wendel Golfbälle eifrig geschlagen werden. Schon im Herbst wird die Driving Range (Übungsplatz für Abschläge) und spätestens im Mai 2004 der Kurzplatz bespielbar sein.
Dass sich für den Platz auch genügend Golfer finden werden, da ist sich Uwe Bartel, Redakteur der Neuen Golfzeitung sicher. Der Golftourismus habe in letzter Zeit um 30 Prozent zugelegt und trotzdem gebe es bundesweit laut Untersuchungen eines Golfverbandes noch vier Millionen Interessenten. Die St. Wendeler Anlage habe zudem einen Riesenvorteil. Sie entstehe nicht wie andere auf stillgelegten Ackerflächen, sondern auf einem Gelände, das schon jetzt fast ein Park mit Bäumen und Sträuchern sei. In wenigen Jahren werde niemand mehr sehen, dass das eine neue Anlage sei.
Presseartikel der Saarbrücker Zeitung vom 12.06.03

Das Gelände ist ideal

Bild links: Kräftiger Schlag St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon übte bei der Vorstellung des Projektes schon einmal.
Bild rechts: Am Ball Offenbar immer am Ball ist der St. Wendeler Bürgermeister Klaus Bouillon, wenn es darum geht, eine außergewöhnliche Idee in die Tat umzusetzen - seien es hochkarätige Sportveranstaltungen oder der Bau eines Golfplatzes.
Fotos: ATB
Presseartikel der SZ vom 17./18.05.03; Von PETER WAGNER
Golfplatz-Unternehmer Hermann Weiland schwärmt von den Bedingungen in St. Wendel
St. Wendel. Manchmal sind sich Menschen schon wegen einer Kleinigkeit sympathisch. Zum Beispiel weil sie einen Pullover anhaben und alle anderen Leute im Raum Schlips und Kragen. Bei Klaus Bouillon und Hermann Weiland war das so, und es war vermutlich ziemlich gut für die Stadt. St. Wendels Bürgermeister Bouillon suchte jemanden, der ihm einen Golfplatz baut. Und Weiland baut und leitet von Beruf Golfplätze. Zuerst hatte er, aus seiner Mannheimer Heimat, gar keine gute Meinung von der Kreisstadt im Nordsaarland, "verschnarcht" und so, wie er heute selbstkritisch einräumt.
Aber Weiland raffte sich doch zu einem Kurztrip auf und fand Bemerkenswertes: Erstens einen Bürgermeister, "der seiner Zeit zwanzig Jahre voraus ist", so Weiland am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Weil er Projekte entschlossen angehe und die Chancen darin sehe. Und dann sah Weiland das Konversionsgelände und fand, dass es ohnegleichen ist. Wenn der liebe Gott sich entschlösse, ein Golfplatzgelände zu modellieren, dann würde er es genau so formen wie das ehemalige Militärareal vor den Toren St. Wendels, schwärmte der Golf-Investor.
Auch im Winter spielen
Oder anders gesagt: Normalerweise muss bei der Anlage von solchen Plätzen und deren Grüns viel Erdmasse bewegt werden, um Abwechslung hineinzubringen. Anschließend werden mit einigem Aufwand Bäume um die Spielrasen drumherum drapiert. In St. Wendel ist aber bereits alles von der Natur beziehungsweise von den französischen Nutzern auf das Trefflichste vorbereitet. In die Biotope und den alten Baumbestand wird der Golfplatz St. Wendel "sehr sensibel" (Bouillon) hineingelegt. "In zwei Jahren sieht er aus, als ob es ihn hundert Jahre gäbe", kam Weiland gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. Auseinandersetzungen mit Naturschutzgruppen seien in St. Wendel und seinem Projekt nicht zu erwarten, hieß es.
Während andernorts Golfplätze 18 Loch aufweisen und trotz hoher Gebühren und Beiträge oft hart am Rande der Rentabilität arbeiten (oder sogar darunter), setzt Weiland in St. Wendel auf eine ungewohnte, aber Erfolg versprechende Betriebsgröße. Er baut einen 27-Loch-Meisterschaftsplatz plus einen Neun-Loch-Kurzplatz, eine große Driving-Range (für Übungsschläge), dazu noch Putting Greens und ein Clubhaus (ab 2005/06). Zunächst soll "nur" ein Bistro entstehen, allerdings kein kleines.
Herzstück wird der Platz mit 27 Löchern. Er nimmt 350000 Quadratmeter Fläche ein. Nach neun Löchern kann man das Clubhaus und den Parkplatz kontaktieren. Übungseinrichtungen und die Abschläge zu den Löchern 1, 10 und 19 liegen am Clubhaus. Dort enden auch die Bahnen 9, 19 und 27, so dass der Spieler die Möglichkeit hat, das Spiel nach neun oder 18 Löchern zu beenden. Diese 27 Löcher werden Spielern mit Platzreife vorbehalten sein. Platzreife heißt, dass man halbwegs Golf spielen kann. Man muss dafür üben, üben, üben. Mitzubringen sind guter Wille, Sportschuhe und ein paar wenige hundert Euro für Unterricht. Es wird "Schnupper"-Angebote zum guten Preis geben, wenn der Platz bereitet ist. Die ersten Spielflächen werden bereits im Winter fertig sein. Winter?
Genau, Winter. Der "Wendelinus Golfpark" wird 365 Tage im Jahr bespielbar sein, es sei denn, der Schnee liegt höher als zwei Zentimeter - dann ist der Ball nämlich nicht mehr zu sehen.
Öffentlich zugänglich wird der Kurzbahn-Platz mit neun Löchern sein. Er nimmt 46000 Quadratmeter in Anspruch und soll dem Golfsport neue Anhänger zuführen, auch Schulen. Sie werden den Platz kostenlos nutzen können. Auf der Driving Range in der Nähe der alten Bunkeranlagen werden Schläge aller Art geübt. Bis zu 60 Spieler können auf einer Fläche von 45000 Quadratmetern gleichzeitig üben. Daneben gibt es auf einer Fläche von immerhin noch 6700 Quadratmetern Größe Pitching- und Putting-Greens für das Trainieren kurzer Schläge.
Zentraler Treffpunkt wird das Clubhaus mit Restaurant, das weithin sichtbar im Bereich der ehemaligen Bunkeranlage gebaut wird. Die Gastronomie wird auch für die öffentliche Naherholung zugänglich sein. 200 Parkplätze werden angelegt. Die Golfanlage wird nicht eingezäunt, vielmehr führen Wander- und Reitwege quer durch das Gelände. Wo sie die Golfbahnen kreuzen, weisen Warnschilder auf den Spielbetrieb hin. Diese Offenheit gehört zur "Philosophie" des Golfplatz-Managers Weiland, der drei weitere Anlagen im Südwesten betreibt: Golf ist ein Sport für die Familie.
Weg vom elitären Image
Die Distanz zum Elitären ergibt sich nach Worten Bouillons auch schon dadurch, dass hier öffentliches Geld mit einfließt. Die Logik heißt: Wenn der Steuerzahler gibt, muss er einen Gegenwert dafür kriegen. Im Einzelnen sieht es so aus, dass der Erbauer und Betreiber etwa sieben bis 7,5 Millionen Euro investiert. Als Vorleistung hat die Wendalinuspark GmbH den Planungsaufwand getragen, der für die Baugenehmigung nötig war. Außerdem wird die Gesellschaft den Standort des Clubhauses erschließen. Und wenn alles so kommt, wie die Verantwortlichen glauben, dann wird St. Wendel in zwei Jahren damit beginnen, Golfhochburg und Golf-Talentschmiede zu werden - und zwar eine profitabel arbeitende.

Wie die Stadt St. Wendel eine ehemalige Luxus-Sportart revolutionieren und erschwinglich machen will

Bunker zu Bunkern Wo bis vor wenigen Jahren noch französische Militärs übten und Waffen bunkerten, sollen nun Grüns und Sandbunker entstehen. Das so genannte Konversionsgelände in St. Wendel wird einen der schönsten deutschen Golfplätze aufnehmen. Unser Foto zeigt unten die B 269 von Winterbach nach St. Wendel, oben links liegt Bliesen mit Gewerbegebiet, rechts davon erstreckt sich das Areal des Freizeit- und Tourismusparks, wo bald gegolft wird. FOTOS: ATB

Erster Abschlag Golflehrer und technischer Leiter Wolfgang Biermann, Bürgermeister Klaus Bouillon und Investor Hermann Weiland (von links) machten gestern beim "Angolfen" in St. Wendel eine überaus gute Figur.

St. Wendel. "Träger öffentlicher Bedenken", so der St. Wendeler Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU), hatten keine Chance: Die Stadt geht, gemeinsam mit Kreis, Land und EU und vor allem dem rheinland-pfälzischen Investor und Golf-Manager Hermann Weiland auf dem ehemaligen französischen Militärgelände ("Konversionsgelände") ein Golfplatz-Projekt an, das größte in der Geschichte des Saarlandes. Vor den Toren der Kreisstadt entstehen ein 27-Loch-Platz für Golfer mit Platzreife und ein öffentlich zugänglicher Neun-Loch-Kurzplatz. Die Anlage ist das Herzstück des St. Wendeler Freizeit- und Tourismusparkes, der nur dreieinhalb Jahre nach dem Abschied des französischen Militärs bereits die buntesten Blüten treibt. Der Golfplatz soll einer der schönsten und großzügigsten Deutschlands werden und dem Tourismus Impulse geben. Das hügelige Geländeprofil und der alte Baumbestand werden von Experten als ideal, wenn nicht gar als paradiesisch bezeichnet. Es ist vorgesehen, typische "Golfwelten" aus Irland, England, Kanada und Florida ins Saarland zu transferieren. Planer der Anlage sind Bernd Hoffmann und Wolfgang Jersombeck aus Ludwigshafen, ein in der Szene geschätztes Duo.
Investor Hermann Weiland betreibt bereits drei Golfanlagen, und zwar den "Golfpark" in Biblis-Wattenheim, den "Golfgarten Deutsche Weinstraße" und die "Golfanlage Landgut Dreihof". Das volkssportliche Konzept ist überall gleich und soll es auch in St. Wendel sein: Zu jedem Platz gehört ein Club. Wer sich für einen dieser Clubs entscheidet, spielt dennoch in allen vieren ohne Einschränkungen. Die Mitgliedschaft inklusive Nutzungsrecht kostet 150 Euro im Monat pro Person (270 Euro für Ehepaare); die einmalige Einschreibgebühr beträgt 155 Euro pro Person. Eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben. "Golf ist nicht teurer als Rauchen", brachte es Weiland auf den Punkt. Der ausgebildete Gartenarchitekt distanzierte sich am gestrigen Donnerstag auf einer Pressekonferenz von "Schickimicki-Golf". In seinen Clubhäusern herrsche Krawattenverbot, niemandem würden Sonderechte eingeräumt, so dass in den bislang drei Clubs auch "Frieden" statt Anspruchsdenken herrsche.
Weiland sagte, er erwarte in St. Wendel einen Ansturm auf die Mitgliedschaften. 600 sollten es zu Beginn mindestens sein, mit 800 bis 850 arbeite die Anlage rentabel, 1200 Mitglieder seien maximal aufzunehmen. Bisher seinen 3600 Personen in den drei Anlagen eingeschrieben.
Wenn es nach Bürgermeister Bouillon geht, wird St. Wendel zur Talentschmiede für Golfer. Zum einen soll der Kurzplatz Einsteiger jeden Alters für die Sportart begeistern, zum Zweiten kündigte der Verwaltungschef an, den Schulsport zu "revolutionieren", indem Golf zum Nulltarif für alle Schüler des Kreises angeboten werde. Das wären immerhin 15000 junge Leute. Kleine Einschränkung: Trainerstunden müssen bezahlt werden.
Baubeginn ist sofort, bereits in acht Monaten sollen neun Bahnen sowie die Driving Range für Übungsschläge bespielbar sein, in 18 bis 20 Monaten alle 27 plus neun Bahnen. Die Investitionssumme Weilands wird mit 7,5 Millionen Euro angegeben. Bis zu 30 Arbeitsplätze (vor allem in Gärtnerei, Gastronomie und Verwaltung) sollen entstehen.
Presseartikel der Saarbrücker Zeitung vom 16.05.03; Von PETER WAGNER
   
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